Sport

In Neuseeland spielt Sport eine sehr große Rolle. In den wichtigsten Sportarten des Commonwealth – Rugby, Cricket, Softball und Netball – gehört Neuseeland zur Weltspitze.

Nationalsportart des Landes ist Rugby Union. Die neuseeländische Nationalmannschaft heißt aufgrund ihrer durchgehend schwarzen Spielkleidung All Blacks. Trotz der nicht übermäßig großen Einwohnerzahl des Landes haben die All Blacks jahrelang die Weltrangliste angeführt und stehen aktuell auf Platz 1. Sie sind die berühmteste und erfolgreichste Mannschaft in der Geschichte des internationalen Rugby. Sie hat bei jeder Mannschaft gegen die sie gespielt hat eine positive Gewinnbilanz, also mehr Spiele gewonnen als verloren. Zudem konnte die Mannschaft 1987 die erste Rugby-Union-Weltmeisterschaft vor heimischer Kulisse gewinnen. Jüngste Erfolge waren 2008 der Gewinn der Tri Nations sowie die Verteidigung des Bledisloe Cups im selben Jahr, der Sieg in allen drei Spielen gegen die British and Irish Lions (All-Star-Auswahl der Länder der britischen Inseln) auf deren Tour im Jahr 2005 nach Neuseeland und jeweils ein Grand Slam in den Jahren 2005 und 2008, also die Siege auf der traditionellen Europatour im Herbst gegen alle vier Nationalmannschaften der britischen Inseln (England, Irland, Schottland, Wales). Bei der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 schied das Team aber bereits völlig überraschend im Viertelfinale gegen Frankreich aus. Dies war die schlechteste Platzierung eines neuseeländischen Teams bei einer Weltmeisterschaft. Neben ihrem sportlichen Erfolg sind die All Blacks auch für den Haka bekannt, einen auf die Māori zurückgehenden Kriegstanz, der vor jeder Partie zelebriert wird. Vereinsrugby spielt in Neuseeland eine unbedeutende Rolle und ist reiner Amateursport. Alle Profiteams sind Provinzmannschaften. Im internationalen Provinzrugby spielen die neuseeländischen Franchise-Teams Blues, Chiefs, Crusaders, Highlanders und Hurricanes in der Super-14-Meisterschaft gemeinsam mit Teams aus Australien und Südafrika. Die professionelle neuseelandweite Rugby-Union-Provinzmeisterschaft ist der Air New Zealand Cup.

Darüber hinaus gehört Neuseeland zu den führenden Nationen beim Segeln. 1995 und 2000 gewann das Team New Zealand unter den Skippern Russell Coutts und Dean Barker den America’s Cup und 2007 den Louis Vuitton Cup. Außerdem gewinnt Neuseeland regelmäßig eine – für seine geringe Einwohnerzahl – relativ hohe Anzahl an Medaillen bei den Olympischen Sommerspielen sowie bei den Commonwealth Games. In den 1950er- bis 1980er-Jahren hat Neuseeland immer wieder einige herausragende Leichtathleten hervorgebracht, vor allem Mittel- und Langstreckenläufer sowie Speerwerfer. Derzeit gehört die Kugelstoßerin Valerie Vili zur Weltspitze.

Neuseeland hat zusammen mit Australien eine lebendige Motorsportszene und stellte in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit Denis Hulme und Chris Amon zwei erfolgreiche Formel-1-Fahrer, Hulme wurde 1967 sogar Formel-1-Weltmeister. Bekannter jedoch ist wahrscheinlich der Neuseeländer Bruce McLaren, der im Jahr 1966 das bis heute in der Formel 1 bestehende McLaren-Team gründete.

Einer wachsenden Beliebtheit als Mannschaftssportart erfreut sich der Fußball in Neuseeland. Die Frauen schafften zur Weltmeisterschaft 2007 schon zum zweiten mal die Teilnahme an der Endrunde in China. Die Männer schafften es nach 1982 erneut zur Fußball-Weltmeisterschaftsendrunde 2010 in Südafrika. Mit Wellington Phoenix stellt das Land bei den Männern sogar einen Verein der australischen A-League. Ansonsten wird diese Sportart zwar oft im Amateur-Bereich gespielt, doch nicht professionell. Des Weiteren gehören zahlreiche Wassersportarten, zum Beispiel Surfen oder Rudern, Golf, Tennis sowie eine Vielzahl an Wintersportarten, zum Beispiel Curling, Ski fahren oder Snowboarden, zu den in Neuseeland beliebten Freizeitaktivitäten (Quelle: wikipedia).