Landwirtschaft

Seit Beginn der europäischen Besiedlung ist die Landwirtschaft in Form der Schafzucht ein wichtiges Standbein der neuseeländischen Gesellschaft. Zunächst dienten Schafe ausschließlich als Wolllieferant, seit den 1880er-Jahren, als der Export per Kühlschiff möglich wurde, zusätzlich als Fleischlieferant. Zwischenzeitlich hatte Neuseeland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Goldrausch auf der Südinsel und eine Wirtschaftskrise wegen einbrechender Wollpreise miterlebt. Dennoch blieb die Landwirtschaft über lange Zeit der bedeutendste Wirtschaftszweig. Der wichtigste landwirtschaftliche Bereich ist heute die Rinderzucht. 2008 lebten 5,3 Mio. Milchkühe in Neuseeland, 90% der Milchprodukte werden exportiert, damit ist Neuseeland seit langem der weltweit größte Exporteur von Milchprodukten. Die Rindfleischproduktion Neuseelands ist ebenso weltweit führend, ca. 4 Mio. Fleischrinder leben aktuell auf den Inseln. Neben der Tierzucht spielen auch Obst- und Gemüsebau eine große Rolle in der neuseeländischen Landwirtschaft. Innerhalb des 20. Jahrhunderts wurde in Neuseeland der Anbau von vier Kulturpflanzen gestartet, die mit unterschiedlichem Erfolg auf den Weltmarkt gebracht wurden: Macadamiapflanzen, Kulturheidelbeer- und Kiwisträucher sowie Avocadobäume. Unter ihnen war zweifellos die Kiwifrucht am erfolgreichsten. Die ursprünglich aus China stammende Pflanze wird seit den 1980er-Jahren auch in anderen Teilen der Erde im großen Stil angebaut. So ist heute (2008) Italien der größte Produzent der Kiwifrucht und verdrängte Neuseeland nach China auf Platz drei. Wichtigster Handelspartner für Molkereiprodukte, Obst und Früchte war trotz der großen Entfernungen Großbritannien. Ein Großteil der abgeholzten Gebiete dient als Weideland (Quelle: wikipedia).